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Was ist real?

Realität. Ein Thema, mit dem ich mich nur zu gerne beschäftige.
Gerne würde ich wissen, was auf dieser Welt real ist.
Welche Sichtweise. Welche Denkweise.

Sind die Gedanken meiner Umwelt real? Ihr Optimismus, ihr Vertrauen, ihr Mut.
Oder sind es doch meine Gedanken, meine kranken Gedanken? Mein Misstrauen, mein Pessimismus.
Was ist real? Und wer definiert Realität? Was sorgt dafür, dass so viele verschiedene Menschen die Welt auf so viele verschiedenen Arten sehen?

Ich denke, es ist unsere Vergangenheit. Unsere Erlebnisse.
Ein Kind von 3 Jahren, das immer wieder geschlagen wird, sieht die Welt anders, als ein Kind, das wohlbehütet in seinem Elternhaus aufwächst.
Ich war so ein Kind und was ist aus mir geworden?
Ich mache mich selbst kaputt mit meiner Sichtweise und mache mir doch nur selbst etwas vor, wenn ich versuche sie zu ändern.

Ich bin gut so wie ich bin. Ich bin etwas wert.
Innere Stimmen. Innere Stimmen, die mich dabei anschreien. Du bist nichts wert. Du Nichtsnutz.
Wie können diese Sätze richtig sein, wenn doch so viel Gegenwille da ist?
Ist es einfach jahrelange Programmierung?
Jahrelange Übung erfordert jahrelange Antiübung?
Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich nicht mehr in dieser kranken Realität gefangen leben will.
Ich will leben. Wenn das heißt, dass ich mir erst einmal etwas vormachen muss, dann tue ich das.

 

Ich muss die Vergangenheit loslassen. Mir ist viel Schlechtes widerfahren. Das hat niemand verdient. Auch ich nicht. Und die Vergangenheit hat mich geprägt. Mir mein Grundvertrauen genommen, mir meine pessimistische Weltanschauung gesehen. Aber heißt das, dass ich das auch in Zukunft so weiterführen muss?

Nein. Ich bin erwachsen. Ich bin selbst für mich verantwortlich. Das ist eine große Last, aber auch eine große Chance.
Eine große Chance, etwas zu verändern.

Ich weiß, ich werde sehr viel für diese Veränderung brauchen.
Mut. Willen. Durchhaltevermögen.
Ich weiß, dass ich das alles habe. Zu oft habe ich mich selbst wieder aus all dem Dreck gezogen.
Ich werde das hinkriegen. Jeden einzelnen Tag.

23.12.14 11:00
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ani Beutel / Website (1.1.15 21:37)
Realistisch sein bedeutet abwägen zu können. Man sieht den schlimmsten und den besten Ausgang einer Handlung voraus und weiß, dass sich der reale Ausgang wohlmöglich irgendwo in der Mitte treffen wird.
Als Optimist hat man oft viel höhere Erfolgschancen im Leben. Alleine schon wenn man sich das Phänomen der Selbsterfüllenden Prophezeiung anschaut. Dennoch ist es am Anfang sinnvoll vom Pessimisten zunächst zum Realisten zu werden. Kleine Schritte bringen uns auch zum Ziel.
Liebe Grüße Ani Beutel

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