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innere Leere

Seit Jahren schlage ich mich mit diesem Gefühl herum.

Es zerreißt, zieht, schmerzt, drückt, macht einsam.

Es ist immer da und nie fern. Mein treuer Begleiter, den ich doch so verabscheue.

Eine innere Leere, die dich zerfrisst, dich einnimmt.

Ich glaube man kann es gar nich erklären, wenn man es nicht selbst erfahren hat.

Egal, was ich mache, egal mit was ich beschäftigt bin, die Leere ist immer da. Unterschwellig. Das macht mir Angst. Eine Riesenangst. Natürlich ist sie abgeschwächter. Dann. Viel abgeschwächter. Aber sie ist trotzdem da.

Ist es nicht traurig zu merken, dass du nicht richtig lachen kannst? Nicht richtig lachen, ohne dieses elendige Gefühl in dir zu tragen?

Manchmal überwältigt es.
Wenn ich alleine bin. Alleine mit meinen Gedanken. Dann ist es so stark, dass es wehtut. Körperlich.

Ich weiß nicht, was das soll.
Es macht mich so schrecklich einsam, lässt mich mich so unendlich nutzlos fühlen. Ich kriege dann Panik und habe Angst. Schreckliche Angst.

Darüber nachzudenken, bereitet mir Kopfschmerzen.
Ich bin mir selbst kaum etwas wert, traue mir nichts zu. Vielleicht ist es meine Seele die nach mehr schreit, nach mehr giert?
Aber wie kann ich ihr mehr geben? Was muss ich tun?

Selbstliebe?

Ich glaube, es ist die Selbstliebe.
Ich versuche Lücken zu füllen. Ständig und überall. Durch meinen Partner, durch meine Freunde. Ich versuche mir durch sie zu holen, was ich mir selbst nicht geben kann. Liebe. Anerkennung.

Vielleicht liegt genau darin der Schlüssel. Mir selbst das zu geben, was ich doch so schrecklich brauche, nie bekommen habe und vermisse.
Denn das Lückenfüllen ist immer auch ein Scheitern.
Niemand kennt dich so gut wie du selbst. Niemand kann dir diese Gefühle so geben, wie du sie dir selbst geben könntest.

Warum tun wir es dann nicht?
Warum geben wir uns nicht die Selbstliebe, die wir verdienen?
Aus Angst? Aus Trotz?

Ich denke es ist die Angst. Die Angst, loszulassen. Die Angst vor dem, was danach ich.

Dieses Leben. Dieses Leben, so wie wir es gerade leben. Ungeliebt, einsam, verzweifelt. Dieses Leben ist das Leben, das uns vertraut ist. Und wir lassen nur ungern von Dingen ab, die uns vertraut sind. Auch wenn sie eigentlich krank sind.

Doch ich habe keine Lust mehr auf dieses kranke Leben. Ich will frei sein.


Nun - wie lernt man Selbstliebe?

Ich bin dabei mit Glaubenssätzen zu arbeiten und bin der Überzeugung das ist der richtige Weg, um voranzukommen.

Es ist ja nicht das Bewusste, das uns so sehr einschränkt, sondern die unbewussten Überzeugungen, die uns leiten.

Ich habe eine Reihe von unbewussten Überzeugungen.
- Ich bin nichts wert.
- Niemand liebt mich.
- Ich versage ständig.
- Ich muss perfekt sein.
- Ich genüge nicht.

..

 
Doch was tun mir diese Überzeugungen an?

Ursache - Wirkung. Vielleicht ist es wirklich so, dass sich Gleiches anzieht. Gleiches mit Gleichem. Will ich dann wirklich mein eigener Teufel sein und mich selbst ins Verderben stürzen?

Nein!

Ich will diese innere Leere nicht mehr und dazu muss ich lernen, mit positiven Affirmationen zu arbeiten.

- Ich bin sehr wohl etwas wert! Andere Menschen schätzen mich und lieben mich. Ich bin eine gute Freundin, eine gute Schülerin, ein gutes Mädchen. Ich muss nicht immer pefekt sein, denn ich genüge. Ich genüge, wenn ich etwas tue und ich genüge, wenn ich nichts tue.
Meine Sicht auf mein Versagen ist nur das Ergebnis meiner pessimistischen Sichtweise. Ich versage keinesfalls immer. Ich habe eine Menge erreicht und werde noch eine Menge erreichen.

Ich habe das nicht selbst aus mir gemacht. Es wurde aus mir gemacht. Das ist schade, qualvoll und nicht leicht, aber ich werde da drüber stehen.
Ich bin stark. Eine starke Person mit einem starken Willen.
Und ganz egal, wie oft ich mir das noch sagen muss, ich werde es schaffen.

Ich werde alles schaffen!

 

22.12.14 21:06
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(22.12.14 22:15)
danke für diese, für deine worte.


Amadeus (22.12.14 22:23)
Ich finde das Denken, welches du mit dir trägst, ist mir wohl bekannt.
Die Leere, die man mit Nichts füllen kann und das krankhafte Streben nach Anerkennung und doch die Zurückhaltung, weil man Angst hat, zu versagen.
Die Momente, die wie im Rausch verlebt werden, weil man IST und dann jene, in denen man alleine ist, einsam in der Stille.
Ich kann dir sagen, das du nicht alleine bist, mit jenen Widerspruch ... und irgend etwas sagt mir, das du alles andere als dumm bist, weil meist Menschen mit Begabungen aller Art genau an diesen Selbstzweifeln leiden.
PS: Meine Therapie ist Musik, welche mich komplett frei sein lassen kann.


(22.12.14 23:27)
Danke für eure Rückmeldungen. Ich hätte nicht gedacht, dass mir jemand antwortet oder zumindest so früh antwortet.
Es hilft ein bisschen zu wissen, mit diesem Gefühl nicht alleine zu sein. Denn in dieser Welt kommt es mir so vor, als sei ich die Einzige, die so fühlt. Überall sehe ich Menschen bei denen es klappt, Menschen die glücklich sind.
Vielleicht ich das einfach mein Tunnelblick oder Schein ist einfach mal wieder mehr als Sein. Jedenfalls hilft es.

Danke für den Tipp und das liebe Wort. Mich fängt die Musik auch oft auf. Leider nur akustisch, ich kann selbst nicht so gut mit Musik.


hanna (23.12.14 09:57)
Obwohl es nicht schön ist, tut es gut zu wissen das man mit seinen Gedanken nicht allein ist. Ich habe oft das Gefühl das keiner auf der Welt so denkt wie ich. Du beschreibst diese innere leere so gut. Daran merkt man das du es wirklich selbst durchlebst. Was mir oft gut tut ist sich in die sonne zu setzten. ( wenn welche da ist.) Einfach die Augen schließen und Musik laut aufdrehen. Ich wünsche dir wirklich viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.


Amadeus (24.12.14 00:38)
Ich frage mich nun, ob es euch auch so geht, das ihr auf schon fast krankhafte Weise ab und an nach Anerkennung strebt.
Und das , obwohl man so oder so eigentlich alles andere als schlecht im Allgemeinen ist und trifft euch Kritik schlimmer als es das eigentlich sollte ?

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