Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/lebens-wille

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Was ist real?

Realität. Ein Thema, mit dem ich mich nur zu gerne beschäftige.
Gerne würde ich wissen, was auf dieser Welt real ist.
Welche Sichtweise. Welche Denkweise.

Sind die Gedanken meiner Umwelt real? Ihr Optimismus, ihr Vertrauen, ihr Mut.
Oder sind es doch meine Gedanken, meine kranken Gedanken? Mein Misstrauen, mein Pessimismus.
Was ist real? Und wer definiert Realität? Was sorgt dafür, dass so viele verschiedene Menschen die Welt auf so viele verschiedenen Arten sehen?

Ich denke, es ist unsere Vergangenheit. Unsere Erlebnisse.
Ein Kind von 3 Jahren, das immer wieder geschlagen wird, sieht die Welt anders, als ein Kind, das wohlbehütet in seinem Elternhaus aufwächst.
Ich war so ein Kind und was ist aus mir geworden?
Ich mache mich selbst kaputt mit meiner Sichtweise und mache mir doch nur selbst etwas vor, wenn ich versuche sie zu ändern.

Ich bin gut so wie ich bin. Ich bin etwas wert.
Innere Stimmen. Innere Stimmen, die mich dabei anschreien. Du bist nichts wert. Du Nichtsnutz.
Wie können diese Sätze richtig sein, wenn doch so viel Gegenwille da ist?
Ist es einfach jahrelange Programmierung?
Jahrelange Übung erfordert jahrelange Antiübung?
Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich nicht mehr in dieser kranken Realität gefangen leben will.
Ich will leben. Wenn das heißt, dass ich mir erst einmal etwas vormachen muss, dann tue ich das.

 

Ich muss die Vergangenheit loslassen. Mir ist viel Schlechtes widerfahren. Das hat niemand verdient. Auch ich nicht. Und die Vergangenheit hat mich geprägt. Mir mein Grundvertrauen genommen, mir meine pessimistische Weltanschauung gesehen. Aber heißt das, dass ich das auch in Zukunft so weiterführen muss?

Nein. Ich bin erwachsen. Ich bin selbst für mich verantwortlich. Das ist eine große Last, aber auch eine große Chance.
Eine große Chance, etwas zu verändern.

Ich weiß, ich werde sehr viel für diese Veränderung brauchen.
Mut. Willen. Durchhaltevermögen.
Ich weiß, dass ich das alles habe. Zu oft habe ich mich selbst wieder aus all dem Dreck gezogen.
Ich werde das hinkriegen. Jeden einzelnen Tag.

23.12.14 11:00


Werbung


schlaflose Nächte

Nun sitze ich hier und will doch eigentlich schlafen. Schlafen, weil morgen ein langer Tag wird, schlafen, weil ich sowieso immer müde und nie ausgeschlafen bin. Einfach nur schlafen. Und was tue ich stattdessen? Was passiert stattdessen? Ich werde wieder mit Gedanken überrollt. Schwere Gedanken. Zu viele Gedanken. Ich hasse es. Wie sehr würde ich mir wünschen, mir eine Pause von ihnen nehmen zu können. Nur eine kleine Pause. Denn ich ziehe diese Last, jeden Tag. Jeden Tag erdrückt sie mich. Ich kann ihr nicht entrinnen und verzweifle an meiner Hoffnungslosigkeit. Wie soll das alles werden, wenn ich nicht mal eine Minute von ihnen entkommen kann? Wie soll das alles werden? Ich fühle mich so allein. So klein. So unbedeutend und nichtig. Welchen Sinn hat meine Existenz, warum bin ich hier, warum das alles? Mein Therapeut sagt, um meinen Gedanken zu entkommen, muss ich sie erst strukturieren. Sie ordnen, damit ich sie bearbeiten kann. Ordnen. Mh. Was für ein bescheuertes Wort für so viel Unordnung. Aber ich muss. Ich muss anfangen, ich will vorankommen.

Ängste. Der wohl größte Punkt. Ich habe unheimlich viele Ängste. Da wäre zum einen die Angst vor der Zukunft. Was kommt? Was wird? Ich bin fast 18 und kann seit einem Jahr nicht mehr zur Schule gehen. Ich bin einfach fertig. Dabei wollte ich doch eigentlich nie etwas anderes außer das Abitur und zu studieren. Ich bin seit einem Jahr zu Hause und es zeigt sich keine Besserung. Wie soll das alles werden? Was wenn es nie wieder wird? Angst, zu versagen.

Meine Schmerzen. Ich habe tägliche Schmerzen. Gliederschmerzen. Kopfschmerzen. Magenschmerzen. Herr Thera sagt, psychosomatisch. Doch auch hier ist die Angst. Was wenn nicht? Was wenn es doch eine physische Komponente gibt? Bzw. wenn nicht, was wenn sie sich nie wieder bessern? Ich für immer in meinen Schmerzen gefangen bleibe?

Meine Kontakte. Ich wohne zurzeit bei meinem Freund mit seiner Familie. Dort geht es mir ganz gut. Liebe, die ich nie hatte. Wärme. Und auch einen Freundeskreis habe ich. Aber was geschieht im Falle einer Trennung. Die Angst, alleine da zu stehen. Einsamkeit ist das schlimmste Gefühl für mich. Ich halte es nicht aus.

Klinik. Ich habe mich entschlossen Ende Januar in eine Klinik zu gehen. Naja, was heißt entschlossen? Es bringt ja nichts. Ich sterbe mit jedem Tag ein bisschen mehr und merke alleine schaffe ich den Sprung nicht. Aber ich will nicht. Ich will nicht in die Klinik. Ich kriege panische Angst, wenn ich aus meinem Umfeld rausmuss. Ich kann nicht alleine sein. Und was ist, wenn die Klinik der absolute Murks ist? Ich habe gute Bewertungen, aber auch eine Reihe schreckliche gesehen. Ich habe schreckliche Angst.

Und dann ist da die größte Angst. Die Angst vor der Resignation. Nie gesund zu werden. Stehen zu bleiben. Mein Denken ist nur geprägt von Angst. Und ich frage mich warum. Warum bin ich so ängstlich?

22.12.14 23:18


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung